Artemianauplien statt Einzellern, die Mäuler wachsen

Tag 8 [31.05.2018]

Die Kleinen haben einen gesegneten Appetit und vertilgen gut und gern 6-8 Pantoffeltiermahlzeiten täglich. Alternativ dürfen es gern auch Dauerinfusorien sein, ich glaube, da machen sie keinen großen Unterschied. Durch die starke Transparenz der kleinen Fischkörper sieht man auch recht deutlich, wer sich sein Bäuchlein gut vollgeschlagen hat. Wie man auf einigen Fotos erkennen kann, wird den Bananenwürmern auch an Tag 8 noch nicht viel Beachtung geschenkt. Da haben die Essigälchen dann schon eher Chancen. Wobei auch sie sich hinter Pantoffeltier & Co. anstellen müssen.

Tag 9 [01.06.2018]

Heute habe ich es gewagt und den kleinen Aliens die ersten Artemianauplien angeboten. Zunächst war das Interesse ein wenig verhalten aber so nach und nach kam Bewegung in die Truppe und ich konnte beobachten wie der ein oder andere Zwerg einen Happen genommen hat. Außerdem habe ich eine ganz kurze Videosequenz, auf der man die Zwerge mal in Bewegung sehen kann.

Tag 10 [02.06.2018]

Bis auf eine handvoll Minis haben heute alle Skalarbabys Nauplien gefressen. Man erkennt es ganz gut an den orangefarbenen Bäuchlein der Kleinen. Das freut mich sehr, denn frisch geschlüpften Artemianauplien sagt man einen exzellenten Nährwert nach. Auf dem dritten der nachfolgenden Fotos sieht man mindestens zwei Skalare, die heute noch keine Nauplien gefressen haben.

Tag 11 [03.06.2018]

Heute gibt es mal nicht so viel Neues zu berichten. Die Kleinen fressen sehr gern und viel und entwickeln sich nach meinem Empfinden prächtig. Auf einem der Fotos sieht man eine mittelprächtige Blasenschnecke an der Scheibe. Auf diese Weise gewinnt man mal eine ungefähre Vorstellung davon, wie winzig die Skalarkinder noch sind.

Tag 12 [04.06.2018]

Heute stand ich ein wenig auf dem Schlauch. Gestern Abend ist es mir völlig durchgegangen, die Einzeller zu füttern und so vermehren sie sich natürlich nicht gescheit. Die gestern angesetzten Artemien waren heute früh leider auch noch nicht geschlüpft und so musste ich mit dem Frühstück leider etwas improvisieren. Ein blöder Fehler, der mir so schnell wohl nicht wieder passiert.
Ich habe zwar sechs Ansätze verschiedener Würmchen aber irgendwie sind die Kleinen recht wählerisch. Alles, was nach Wurm aussieht, ist derzeit (noch) nicht der Hit. Ich hoffe, das ändert sich noch. Zum Glück war die letzte Mahlzeit gestern etwas üppiger, sodass die Bäuchlein noch recht gut gefüllt aussahen.
Ich habe also schnell noch ein paar Pantoffeltierchen und Infusorien geerntet und die Ansätze danach gefüttert. Dazu gabs einige Essigälchen und Walterworms, das musste fürs Erste reichen. Ich sehe schon hin und wieder, dass auch die Würmchen vertilgt wird, aber meist werden erst 8-10 Würmer hypnotisiert, bevor dann beim elften zugeschlagen wird.

Gegen Nachmittag waren die ersten Artemianauplien geschlüpft. Die Kleinen waren sichtlich begeistert. In der Hitparade der Futtertiere befinden sich Artemianauplien aktuell ganz klar auf Platz 1. Im Laufe des Nachmittags/Abends gab es einige weitere Artemia-Mahlzeiten. Auch mit 10 Tagen sind die kleinen Skallies noch sehr auf einen Bereich des Beckens fixiert. Dort halten sie sich auf und warten auf ihr Futter. Futtertiere, die sich von hier wegbewegen sind erstmal aus dem Schneider. Deshalb schalte ich für die Fütterung noch immer den Filter ab.

Wenn der Filter nach dem Füttern wieder in Betrieb genommen wird, werden die entkommenen Futtertiere nochmals durch das Becken gewirbelt und die Skallies erhalten ihre zweite Chance. Den Kleinen gelang es heute schon erstaunlich gut, die aufgewirbelten Artemianauplien einzufangen.

Tag 13 [05.06.2018]

Die Artemiaflaute wollte auch heute nicht abreißen. Irgendwie kommt der zweite Ansatz in der neuen Aufzuchtschale nicht in die Puschen. Ich vermute es liegt daran, dass ich die Zysten eingeweicht habe. Wenn ich die Artemien in den Aufzuchtsets von JBL ansetze, wirkt sich das Einweichen bislang eher positiv aus. Hier scheint es zumindest so, als würde es das Gegenteil bewirken.

Nun denn, einige Artemien sind über den Tag verteilt geschlüpft und wurden von den kleinen Aliens in mehreren Mahzeiten gierig verschlungen. Während sie vor wenigen Tagen noch mindestens drei Anläufe brauchten, um sich eine der Nauplien zu fangen, schlagen sie jetzt zielsicher und ohne großes Zögern zu.

Nach der gestrigen Fütterung haben sich Infusorien und Pantoffeltierchen auch wieder ganz gut vermehrt. Beides wird immer noch sehr gern gefressen. Insbesondere die etwas kleineren Skallies nehmen die Einzeller noch dankend an, da sie sich mit den „größeren“ Futtertieren noch ein wenig schwerer tun.

Allmählich freundet sich die Truppe auch mehr und mehr mit den Walterworms und Bananenwürmchen an. Damit die Würmchen nicht gleich auf den Boden sinken habe ich heute ein Artemiasieb mit einer Wäscheklammer am Beckenrand befestigt und bis an den Rand mit Filterwatte vollgestopft. Tut man die Würmchen nun obenauf, „rieseln“ sie nach und nach von oben in das Becken. Auf diese Weise haben die Skallies mehr Zeit sie einzufangen.
Skalarkinder sind sich allerdings auch nicht zu schade, über den Boden zu rutschen, um die Reste einzusammeln.

Tag 14 [06.06.2018]

Über Nacht haben sich die Artemiaansätze besonnen und so hatten wir heute Nauplien im Überfluss. Die Kleinen haben sich bis zum Abend richtige Kullerbäuchlein angefressen. Da sich die Artemien auch im Süßwasser eine ganze Zeit halten, kann man für den Tag schon mal ein wenig auf Vorrat füttern. Wenn tatsächlich mal etwas übrig bleibt, sauge ich es mit einer großen Pipette ab.

Eine handvoll Babyfischchen hinkt noch sehr zurück. Sie sind wesentlich kleiner als die Anderen und haben offenbar auch noch Schwierigkeiten die Nauplien zu fressen. Die Bäuchlein schienen ziemlich leer. Weil Pantoffeltierchen und Infusorien inmitten der ganzen Artemien kaum noch auffindbar sind, habe ich den Nachzüglern heute ein Artemiasieb am Beckenrand angeklammert und ordentlich mit Einzellern befüllt. Dort hinein habe ich die 5 Winzlinge dann gesetzt. Zum Abend habe ich die Zwerge wieder zu den anderen gelassen. Sie hatten sich schöne Bäuchlein angefressen.

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